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Lehrgang zum Evakuierungshelfer nach VDI 4062

Mitarbeitende qualifizieren, die im Gefahrenfall Orientierung geben und die Räumung unterstützen.


Wenn ein Gebäude geräumt werden muss, zählt nicht nur der Alarm. Entscheidend ist, dass Menschen wissen, wohin sie gehen sollen, wer unterstützt, welche Wege genutzt werden und wie Unsicherheit reduziert wird.

Evakuierungshelfer unterstützen Unternehmen dabei, Räumungs- und Evakuierungsabläufe im Ernstfall geordnet umzusetzen. Sie helfen, Personen zu leiten, auf Fluchtwege hinzuweisen, Sammelstellen zu berücksichtigen und besondere Situationen frühzeitig zu erkennen.

Der Lehrgang zum Evakuierungshelfer nach VDI 4062 von SBGN richtet sich an Unternehmen, die ausgewählte Mitarbeitende auf diese Aufgabe vorbereiten möchten. Die Schulung wird in der Regel als Inhouse-Schulung durchgeführt und auf die vorhandenen Abläufe, Räumlichkeiten und betrieblichen Besonderheiten abgestimmt.

Warum ist ein Lehrgang zum Evakuierungshelfer wichtig?


In vielen Unternehmen gibt es Flucht- und Rettungspläne, Alarmierungswege, Sammelstellen und organisatorische Vorgaben. Im Ernstfall entsteht trotzdem schnell Unsicherheit: Beschäftigte, Besucher, Kunden oder Gäste müssen den Gefahrenbereich verlassen, Wege können blockiert sein, einzelne Personen benötigen Unterstützung oder Abläufe sind nicht allen bekannt.

Evakuierungshelfer können in solchen Situationen eine wichtige orientierende Rolle übernehmen. Sie ersetzen keine Einsatzkräfte und tragen nicht die Gesamtverantwortung für die Evakuierung. Sie unterstützen jedoch dabei, dass vorhandene Abläufe im Betrieb besser umgesetzt werden können.

Für Unternehmen bedeutet das: Evakuierung wird nicht nur geplant, sondern im Ernstfall praktisch unterstützt.

Einordnung in die SBGN-Pyramide


Der Lehrgang zum Evakuierungshelfer gehört zur dritten Ebene der SBGN-Pyramide: Lehrgänge und Unterweisungen.

Brandschutzkonzepte definieren, welche Anforderungen für ein Gebäude, eine Nutzung oder einen Betrieb gelten.

Feuerwehrpläne sowie Flucht- und Rettungspläne machen wichtige Informationen sichtbar und im Ernstfall nutzbar.

Evakuierungshelfer sorgen dafür, dass ausgewählte Mitarbeitende die Räumungs- und Evakuierungsabläufe kennen und im Gefahrenfall unterstützend handeln können.

So wird aus fachlicher Planung eine praktisch handhabbare Notfallorganisation.
 

Brandschutzkonzepte     |     Feuerwehrpläne     |     Flucht- und Rettungspläne

Inhalte des Lehrgangs zum Evakuierungshelfer


Die Inhalte werden verständlich vermittelt und auf die jeweilige betriebliche Situation abgestimmt. Ziel ist, den Teilnehmenden Sicherheit für typische Situationen im Gefahrenfall zu geben.

Typische Inhalte sind:

  • Grundlagen von Räumung und Evakuierung
  • Aufgaben und Grenzen von Evakuierungshelfern
  • Verhalten im Alarmfall
  • betriebliche Alarmierungs- und Meldewege
  • Fluchtwege, Notausgänge und Sammelstellen
  • Bedeutung von Flucht- und Rettungsplänen
  • Unterstützung von Beschäftigten, Besuchern, Kunden oder Gästen
  • Umgang mit Unsicherheit, Rückfragen und Verzögerungen
  • Besonderheiten bei Menschen mit Unterstützungsbedarf
  • Schnittstellen zu Brandschutzhelfern, Verantwortlichen und Einsatzkräften
  • organisatorische Vorbereitung von Räumungs- oder Evakuierungsübungen
  • Fragen aus dem konkreten Betriebsalltag

Im Mittelpunkt steht nicht theoretisches Wissen allein, sondern die Frage: Was müssen Evakuierungshelfer im eigenen Unternehmen wissen, damit sie im Ernstfall sinnvoll unterstützen können?

Für wen ist der Lehrgang geeignet?


Der Lehrgang eignet sich für Unternehmen, Betriebe und Einrichtungen, die Mitarbeitende für unterstützende Aufgaben bei Räumung und Evakuierung qualifizieren möchten.

Geeignet ist der Lehrgang insbesondere für:

  • Mitarbeitende mit organisatorischer Verantwortung im Bereich Sicherheit
  • Beschäftigte an zentralen Punkten im Gebäude
  • Teamleitungen, Schichtleitungen oder Bereichsverantwortliche
  • Mitarbeitende in Verwaltung, Produktion, Lager, Logistik oder Technik
  • Hotels, Beherbergungsbetriebe und Einrichtungen mit Publikumsverkehr
  • Unternehmen mit größeren Gebäuden oder mehreren Gebäudeteilen
  • Betriebe mit Besuchern, Kunden, Gästen oder externen Dienstleistern
  • Einrichtungen, in denen Personen mit Unterstützungsbedarf berücksichtigt werden müssen

Welche Personen als Evakuierungshelfer geeignet sind, hängt von der Organisation, den Gebäudestrukturen, den Arbeitszeiten und den betrieblichen Abläufen ab.

Durchführung als Inhouse-Unterweisung


SBGN führt den Lehrgang zum Evakuierungshelfer überwiegend als Inhouse-Schulung beim Unternehmen durch. Dadurch können Fluchtwege, Sammelstellen, Gebäudestrukturen, Alarmierungswege und organisatorische Besonderheiten direkt einbezogen werden.

Das ist besonders sinnvoll, weil Evakuierung immer konkret ist. Ein allgemeiner Schulungsraum kann Grundlagen vermitteln. Die eigentliche Sicherheit entsteht jedoch, wenn die Teilnehmenden verstehen, wie die Abläufe im eigenen Gebäude funktionieren.

Die Inhouse-Schulungen werden insbesondere im Umkreis von ca. 100 km um Bexbach angeboten.

Häufige Fragen zum Evakuierungshelfer-Lehrgang

Was macht ein Evakuierungshelfer?

Evakuierungshelfer unterstützen im Gefahrenfall bei der geordneten Räumung oder Evakuierung. Sie geben Orientierung, weisen auf Fluchtwege und Sammelstellen hin, unterstützen betriebliche Abläufe und helfen dabei, Unsicherheit zu reduzieren.


Ist ein Evakuierungshelfer dasselbe wie ein Brandschutzhelfer?

Nein. Brandschutzhelfer sind vor allem auf erste Maßnahmen im Brandfall und den Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen vorbereitet. Evakuierungshelfer konzentrieren sich stärker auf Räumung, Orientierung, Unterstützung von Personen und geordnete Abläufe im Gefahrenfall. In kleineren Betrieben können Aufgaben organisatorisch zusammengeführt werden, fachlich sollten die Rollen aber klar unterschieden werden.


Für welche Unternehmen ist der Lehrgang besonders sinnvoll?

Der Lehrgang ist besonders sinnvoll für Unternehmen mit größeren Gebäuden, mehreren Bereichen, Publikumsverkehr, Schichtbetrieb, komplexen Fluchtwegen oder Personen mit Unterstützungsbedarf. Auch nach Umbauten, Nutzungsänderungen oder neuen Flucht- und Rettungsplänen kann eine Schulung sinnvoll sein.


Wird die Schulung auf unser Gebäude abgestimmt?

Ja. Bei einer Inhouse-Schulung können vorhandene Fluchtwege, Sammelstellen, Alarmierungswege, Pläne und besondere betriebliche Situationen berücksichtigt werden. Dadurch wird die Schulung greifbarer und näher am tatsächlichen Arbeitsalltag.


Erhalten die Teilnehmenden einen Nachweis?

Die Teilnahme kann dokumentiert werden. So kann das Unternehmen nachvollziehbar festhalten, welche Personen für unterstützende Aufgaben bei Räumung und Evakuierung geschult wurden.

Verwandte Lehrgänge und Leistungen


Passend zum Lehrgang zum Evakuierungshelfer sind insbesondere:

  • Brandschutzhelfer
  • Brandschutzunterweisung
  • Brandschutzkonzepte
  • Feuerwehrpläne
  • Flucht- und Rettungspläne

Lehrgang zum Evakuierungshelfer anfragen


Sie möchten Mitarbeitende auf unterstützende Aufgaben bei Räumung und Evakuierung vorbereiten oder zunächst klären, welche Schulung für Ihr Unternehmen sinnvoll ist?

SBGN unterstützt Sie bei der Einordnung und stimmt den Lehrgang zum Evakuierungshelfer auf Ihre betriebliche Situation ab.


Evakuierungshelfer-Lehrgang anfragen
 

Brandschutzhelfer     |     Brandschutzunterweisung     |     Brandschutz-Lehrgänge

FAQ Evakuierungshelfer nach VDI 4062


Vom Grundsatz her jedes Unternehmen, welches Arbeitnehmer beschäftigt.


Dies hängt hauptsächlich von einer Gefährdungsbeurteilung ab.
Es hat sich eine ständige Anwesenheit von 5 % der Belegschaft als Evakuierungshelfer erwiesen. D.h., es sind Urlaube, Krankenscheine, Dienstreisen zu bedenken, dass die v.g. prozentuale Belegung anwesend ist.


  • § 5 ArbSchG
  • § 6 ArbSchG
  • § 10 Abs. 2 ArbSchG
  • § 22 Abs. 2 DGUV-V 1
    Punkt 6.4.3 VDI 4062


  • Unterschied zwischen Evakuierung und Räumung
  • Durchsuchen von Räumen unter Beachtung des Eigenschutzes
  • Einrichten einer Sammelstelle
  • Umgang mit immobilen Personen


etwa 2 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten


jährlich