Feuerwehrplan
Die Entwicklung eines Feuerwehrplans nach DIN 14095
Ein gut strukturierter Feuerwehrplan ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsvorkehrungen in jedem Unternehmen. Er stellt sicher, dass im Brandfall alle erforderlichen Maßnahmen schnell und effektiv ergriffen werden können. Die Vorteile eines Feuerwehrplans nach DIN 14095 sind vielfältig:
Rechtliche Absicherung:
Der Plan erfüllt alle erforderlichen rechtlichen Vorgaben, darunter das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A2.2), die VDI 4062 sowie die DGUV-V 1. Dies schützt Ihr Unternehmen vor rechtlichen Konsequenzen.
Erhöhte Sicherheit:
Durch klare Anweisungen und strukturierte Evakuierungs- und Alarmierungsverfahren wird das Risiko für Mitarbeitende und Vermögenswerte minimiert.
Effektives Notfallmanagement:
Der Feuerwehrplan bietet eine klare und verständliche Handlungsanweisung, die es allen Beteiligten ermöglicht, im Ernstfall schnell zu reagieren.
Schulung und Sensibilisierung:
Er fördert die Sicherheitskultur im Unternehmen, indem er Mitarbeitende über Notfallmaßnahmen informiert und regelmäßig geschult werden kann.
Vereinfachte Kommunikation:
Eine eindeutige Dokumentation erleichtert die Kommunikation mit externen Rettungsdiensten und Feuerwehr.
6 Schritte zur Entwicklung eines Feuerwehrplans nach DIN 14095
1. Bestandsaufnahme und Gefährdungsbeurteilung
Der erste Schritt zur Erstellung eines Feuerwehrplans besteht in der umfassenden Analyse Ihrer Betriebsstätten. Ermitteln Sie potenzielle Brandgefahren, die baulichen Gegebenheiten und die bestehenden Brandschutzmaßnahmen. Eine ordnungsgemäße Gefährdungsbeurteilung ist nicht nur wichtig für die Entwicklung des Plans, sondern auch für die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben.
2. Erstellung der Grundlagen für den Feuerwehrplan
Auf Basis der Bestandsaufnahme können Sie damit beginnen, die wesentlichen Informationen für den Feuerwehrplan zu erfassen. Dies umfasst:
- Die Lage der Betriebsstätte
- Flucht- und Rettungswege
- Positionen von Brandmeldeanlagen, Feuerlöschern und anderen sicherheitsrelevanten Einrichtungen
- Hinweise auf gefährliche Stoffe
3. Dokumentation der Flucht- und Rettungswege
Ein zentraler Bestandteil des Feuerwehrplans ist die detaillierte Darstellung aller Flucht- und Rettungswege. Diese Informationen sollten graphisch in Form von übersichtlichen Karten aufbereitet werden. Diese Karten müssen leicht verständlich sein und deutlich anzeigen, wo sich Fluchtwege und Sammelplätze befinden. Darüber hinaus sind alle Kommunikationswege zu kennzeichnen.
4. Regelungen für die Alarmierung und Evakuierung
Definieren Sie klare Abläufe für die Alarmierung der Feuerwehr und die Evakuierung der Mitarbeitenden. Hierzu gehört die Festlegung, wer im Notfall die Alarmierung durchführt und wie die Evakuierung organisiert wird. Jeder Mitarbeitende sollte darüber informiert sein und die Eskalationsstufen kennen.
5. Schulung der Mitarbeitenden
Eine gute Vorbereitung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung des Feuerwehrplans. Führen Sie regelmäßig Schulungen durch, um sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden mit den Inhalten des Plans vertraut sind und wissen, wie sie im Notfall reagieren müssen. Übungen sind wichtig, um die Reaktionssicherheit zu fördern.
6. Regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Plans
Ein Feuerwehrplan sollte regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, besonders nach baulichen Veränderungen oder der Einführung neuer Verfahren. Dokumentieren Sie alle Änderungen und stellen Sie sicher, dass die Mitarbeitenden über die neuesten Informationen verfügen.
Fazit
Ein Feuerwehrplan nach DIN 14095 ist nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern auch ein unverzichtbares Instrument zum Schutz Ihrer Mitarbeitenden und Materialien. Mit klaren Anweisungen und einer strukturierten Vorgehensweise können Sie sicherstellen, dass Ihr Unternehmen bei einem Brand optimal vorbereitet ist. Lassen Sie uns gemeinsam einen individuellen Feuerwehrplan entwickeln, der die spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens erfüllt und Sicherheit in den Mittelpunkt stellt!
FAQ Feuerwehrplans nach DIN 14095
- Industriebau
(in Summe der Grundflächen der Geschosse aller Brandabschnitte bzw. aller Brandbekämpfungsabschnittsflächen von insgesamt mehr als 2.000 m² im Einvernehmen mit der zuständigen Brandschutzdienststelle) - Versammlungsstätten
- Verkaufsstätten
- Hochhäuser
- Beherbergungsstätten mit mehr als 60 Gastbetten ( Hotels, Jugendherbergen, …. )
- Kindergärten
- Schulen
- Seniorenheime
- Krankenhäuser
- Sonstige Bauten ( z.B. Stundentenwohnheime ) als Auflage der zuständigen Baubehörde über den Paragrafen „Sonderbauten“ nach Anhörung der zuständige Brandschutzdienststelle
Er ist ein sog. Führungshilfsmittel für den Einsatzleiter der Feuerwehr. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle, kann der Einheitenführer wichtige Informationen wie z.B. Anfahrt zum Objekt, Zugänge in die Liegenschaft, Standort des Feuerwehrinformationszentrums, Löschwasserent-nahmestellen, Brandabschnitte, etc. daraus entnehmen.
Seine Bestandteile ist ein schriftlicher Teil sowie diverse Pläne (Umgebungsplan, Übersichts-plan, Geschossplan /-pläne, Sonderpläne).
Alle 2 Jahre durch einen Fachkundigen